Pitztal Ausfahrt 2003

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, und zwar auf den 22. – 25. Juni 2001:

… und es begab sich zu der Zeit, da fuhren bei schönstem Wetter 4 Tourenfahrer gen Österreich. Zu Beginn durfte der Elmar noch an zweiter Stelle über die Autobahn „heizen“. Mit 140 Km/h ging es nach Süden. Im Bereich von Ettenheim wurde das Tempo drastisch reduziert (nein, kein Problem mit der Harley !!!, ein Stau, bedingt durch einen Unfall, ließ uns die Geschwindigkeit drosseln). Wenn man mit Schrittgeschwindigkeit fährt, kann so mancher ein Lied davon singen, was passiert, wenn man einer alten Harley hinterherfährt. Die Sicht wird immer schlimmer, da auf wundersame Weise „Nebel“ aufzieht. Der Martin hat doch tatsächlich lauter kleine Öltropfen auf der Vorderseite seiner K1100 (?) vorgefunden. Nach Freiburg fuhren wir dann auf der B31 zum Bodensee. In Hagnau mussten wir uns stärken, bevor es über Lindau mit viel „Stop&Go“ nach Bregenz ging. Der Furka-Paß war gesperrt; schade: über Laterns wäre es eine schöne Strecke gewesen. Wir fahren über Dornbirn, Rankweil, Thüringerberg, Damüls, Au, Hochtannbergpaß, Warth, Elmen, Hochtennjoch und Imst nach Jerzens (500 Km in 8,5 Std.). In einem netten „Biker-Hotel“ (Parkplatz sh. letztes Bild) finden wir ein Nachtlager (Nette Leute, aber der Elmar war ´mal wieder mit dem Essen nicht immer zufrieden).

Am nächsten Morgen bildeten sich zwei Gruppen: Erich und Bernd erkundeten mit den BMWs die Gegend, während der Martin mit dem Elmar eine Rafting-Tour (sh. Bild unten) auf dem Inn genossen.

5 Frauen und zwei Männer; ob das gut gehen kann? Wir hatten viel Spaß und nass wurden alle bis auf die Haut. Die Frauen sprangen immer wieder ins Wasser, aber aus eigener Kraft kamen sie nicht mehr ins Schlauchboot. So legten Martin und Elmar kräftig Hand an :-))).

Gegen Mittag ging es dann in reiner Männer-Runde auf den Motorrädern nach Karnertal. Am Gepatschhaus aßen wir zu Mittag. Weiter ging es auf tollen Straßen zum Gepatschgletscher und über Piller zurück nach Jerzens. – Wie erfrischend schmeckten all die Weizen nach dem Feierabend!
Sonntag-Morgen: nein, kein Kirchgang. Anstatt des Glockengeläuts brummeln die Motoren. Das Wetter ist viel zu schön – unwahrscheinlich viel Verkehr unterwegs, aber auf zwei Rädern überholt es sich recht flott. Wir fahren über Kühtai die alte Brennerstraße hinauf. Es folgen Sterzing und der Jaufenpaß. – Wir haben Hunger und essen zu Mittag.
Weiter geht´s über Stitzonhard Richtung Timmelsjoch. Auf dem herrlichen Weg nach oben legen wir eine kurze Rast ein.

Auch wenn´s so aussieht, kein Problem mit der Harley. Sie brummt munter, und das recht lautstark. – Wir wundern uns (nein, nicht über die Pannenfreiheit!!!), als einige der Fahrzeuge, die wir auf dem Weg nach oben überholten, (während der Rast sind sie wieder an uns vorbeigefahren) wieder von oben Richtung Tal fuhren. Ein Motorradfahrer informierte uns, dass weiter oben eine Lawine ´runterging und die Straße blockiert hatte. Das kam uns ganz und gar ungelegen, denn eine Rückfahrt außen herum würde sehr lange dauern und wir kämen erst in der Nacht in unserem Hotel an. – So fuhren wir nach oben, um uns die Größe der Lawine anzuschauen. Mittlerweile hat die Polizei die Straße von beiden Seiten her gesperrt. Nach einiger Zeit kam dann von der Bergseite her ein Räumfahrzeug. — Nach 90 Minuten konnten wir unseren geplanten Weg fortsetzen. (Das Timmelsjoch hat einen Tag zuvor erst seine Pforten geöffnet; was hatten wir für ein Glück). Durch die gesperrte Straße war die Weiterfahrt wunderschön, war doch kaum Verkehr in unserer Richtung. – Im Ötztal legten wir eine Kaffeepause ein, bevor es wieder nach Jerzens ging.

Der Tag der Heimfahrt ist da. – Schade 🙁 . Schön dagegen, dass das Wochenende vorbei ist. Nun herrscht wesentlich weniger Verkehr auf den Straßen. Über den Arlberg geht’s zum Flexenpaß, nach Warth, Senerei und Hochtannbergpaß nach Weiler Unterwegs waren wir noch auf der Suche nach einem bzw. mehreren Stücken herzhaftem Bergkäse. In einem kleinem Ort (Lindai) in Bayern aßen wir zu Mittag. – Der restliche Weg in die Heimat ging (teils auf der Autobahn), recht flott (Stockach, Sulz, Kniebis). Zum Abschluß genossen wir noch eine Kaffeepause im „Waldblick“, bevor sich unsere Wege trennten und ein Jeder nach Hause fuhr. — 4 Tage, 4 Motorräder und 4-mal nur Sonnenschein – was will man mehr .

NS: Ja, ja die Sonne: der Elmar hat sich eine rote Nase geholt; was muss er auch immer mit einem Jet-Helm durch die Gegend fahren :o)))

Viele liebe Grüße und alles Gute

Euer Tourenfahrer-Schreiberling Elmar